Heute schon fast undenkbar aber ich war am Freitag einen Tag ohne Handys unterwegs
Wie es zu so was kommt? Ganz einfach, mit dem Alter kommen die grauen Zellen nicht mehr mit und wenn man am frühen Morgen, ohne Kaffee und völlig vernebelt aus dem Haus geht dann vergisst man doch mal das ein oder andere
In der Geschäftsstelle Hürth angekommen, will man schnell die Geräte auf den Tisch legen und – nix da, die Hadys liegen noch seelenruhig am Nachttisch und laden ihre Akkus weiter!
Jetzt denkt man sich „passt schon“ den Tag bekommen wir auch so rum, der Laptop hat ne UMTS-Karte und die Festnetztelefone sind auch meist in Reichweite. Aber weit gefehlt!
Die erste Mail wäre schnell geklärt aber die Nummer des Absenders steht nicht im Footer, also erst mal das Social Web befragen. Kaum ist die Nummer gefunden, ist das Gegenüber natürlich nicht erreichbar, also eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen und später nochmal versuchen!
Danach alle Menschen über die sozialen Kanäle mit der peinlichen Info versorgen und bei Notfällen auf den Mailkanal verweisen.
Nun die erste Mail beantworten und einen Grundstock der Informationen übermitteln um gegebenenfalls später das Thema schnell abhaken zu können. Ein paar Termine lassen sich ohne große Probleme abarbeiten und der Tag läuft weiter.
Nun mach ich mich auf den Weg zur Geschäftsstelle Eschborn. Unterwegs ohne Handy ist ja mittlerweile auch undenkbar, oder? Keine Möglichkeit sich mal schnell wohin zu navigieren ohne den umständlichen Griff zur Karte, kurz auf Verspätungen hinzuweisen oder gegebenenfalls das ein oder andere kurz auf der Fahrt zu besprechen – nein es wird eine ruhige Fahrt mit Musik und ohne Komplikationen. Naja, bis auf den einen Unfall, der ein paar hundert Meter vor meinen Augen geschah, aber man sah schon viele Helfer zur Unfallstelle eilen und einige mit Handy „hoffentlich Hilfe holend“ telefonieren. Wenigstens hatten die anderen Ihre Handys dabei!
In Eschborn angekommen gab es wieder mal das Spielchen „Such die Nummer“ und ein paar Telefonate wurden per Festnetz erledigt. Kurz die Mails checken, bearbeiten und teilweise die armen Menschen zurück rufen, die schon „so lange“ versucht haben mich zu erreichen J
Dann noch ein paar Meetings und Präsentationen bewältigt und ab nachhause!
Eine weitere Autofahrt ohne Telefonate und das flaue Gefühl was denn nun passiert, wenn man auf der Strecke Koblenz-Blankenheim über den Nürburgring eine Panne hat und mal wieder keiner weit und breit unterwegs ist.
Zuhause angekommen sind die Mailboxen voll und man beendet den Tag mit vielen Telefonaten, die teilweise doch gar nicht so wichtig waren…
… und ich hab’s überlebt!
FAZIT: Natürlich haben mir die sozialen Kanäle, schnelles Nachrichten checken, Spielchen, Ideen festhalten, Erinnerungen, Kalendereinträge, Schnappschüsse, etc. gefehlt und die Vereinfachung der einfachsten Aktionen, die unsere Smartphones heute so mit sich bringen und ich will das so schnell nicht wieder erleben aber sich den Kopf mit guter Musik durchblasen lassen und einfach nur mal Auto fahren hatte auch was